Keyword-Kannibalisierung vermeiden!

Kannibalisierung ist ein Begriff aus dem Marketing. Er bezeichnet dort allgemein die Situation, die entsteht, wenn ein Produkt durch tiefere Preise mit anderen Produkten des selben Unternehmens konkurriert. Bei einer Webpräsenz spricht man von Keyword-Kannibalisierung, wenn verschiedene Seiten derselben Website auf die gleichen Keywords optimiert werden. Dabei konkurrieren zwei oder mehrere Seiten mit den gleichen Keywords um gute Positionen bei den Suchmaschinen.

Normalerweise entsteht Keyword-Kannibalisierung unbeabsichtigt als Folge einer unausgereiften Content-Strategie, die sich über längeren Zeitraum hinweg entwickelt hat. Nach und nach wurden Unterseiten der Webpräsenz hinzugefügt, die für Besucher zusätzliche Inhalte anbieten sollen. Jedoch sind diese Seiten oft auf wenige – für das Unternehmen wichtige – Begriffe ausgerichtet. Dadurch bekommen die Auswertungsalgorithmen der Suchmaschinen Schwierigkeiten bei der differenzierten Erkennung unterschiedlicher Inhalte. Ein Unternehmen, das beispielsweise Jacken anbietet, kann bereits viele Inahltsseiten in der Webpräsenz aufweisen, die den Begriff Jacke beinhalten. Häufig sogar an Positionen in der Seite, die von den Suchmaschinen stark gewichtet werden.

Um diese Keyword-Kannibalisierung zu vermeiden, muss man gezielt festlegen, für welche Inhalte die jeweiligen Seiten stehen sollen. Dann muss man anschließend neue Keywords finden, und den Inhalt der Seiten entsprechend umformulieren. Im Beispiel mit den Jacken könnte das Unternehmen erkennen, dass eine Ausrichtung auf unterschiedliche Jackentypen sinnvoll ist. Durch eine Aufteilung in Regenjacken, Winterjacken, Strickjacken, usw. lässt sich so eine besser Anpassung der Webpräsenz an das Marktunfeld des Unternehmens erreichen. Alternativ können Webseiten mit relativ wenig Textinhalt zusasmmengeführt und mit neuem Text versehen werden. Durch eine Optimierung auf neue Keywords kann hier stärker auf das Suchverhalten potentieller Kunden reagiert werden.

Ein besonderes Augenmerk muss hier auch auf die Navigationsarchitektur der Webpräsenz gelegt werden. Für allgemeine Begriffe sollte eine Hauptkategorieseite angelegt werden, die auf Unterseiten mit spezifischeren Inhalten verlinkt. Diese Verlinkungen auf der Hauptkategorieseite sollten mit den Keywords der jeweils verlinkten Unterseite versehen sein. Querverweise zwischen den Unterseiten, die ebenfalls mit passenden Keywords ausstaffiert sind, wirken für diese Architektur zusätzlich unterstützend. So können Suchmaschinen die verschiedenen Inhalte diffenrenzierter verarbeiten und Keyword-Kannibalisierung wird vermieden. Die Besucher finden sich ebenfalls schnell auf der Website zurecht.

Zur Conversion ungeeignete Webseiten sollte man hingegen aus dem Index der Suchmaschinen entfernen lassen. Bei Google funktioniert das beispielsweise über die Webmaster Tools. Um dann eine Re-Indexierung zu verhindern, sollten entsprechende Seiten über die robots.txt vom Crawler ausgeschlossen werden.

Keyword-Kannibalisierung vermeiden ist nicht schwer. Es bieten sich viele Möglichkeiten die Auswirkungen im Vorfeld zu verhindern, oder einzugrenzen, wenn der Effekt doch einmal aufgetreten ist.

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SEO für Online-Shops

Über die Suchmaschinen-Optimierung können Online-Shops ihre Erfolgschancen erhöhen: Eine gute Platzierung bei den Suchmaschinen sorgt dafür, dass Interessenten den eigenen Online-Shop besser finden. Ist der Shop besser auffindbar, bieten sich Chancen für weitere Optimierungen, z.B. im Bereich Conversion, um die Anzahl der erfolgreichen Kaufabschlüsse zu erhöhen.

Generell wird in der Suchmaschinen-Optimierung zwischen On-Page- und Off-Page-Optimierung unterschieden. Die On-Page-Optimierung liegt hierbei mti allen Möglichkeiten direkt in der Hand des Shop-Betreibers, während die Off-Page-Optimierung wesentlich aufwändiger ausfällt: Die Gewinnung externer Links von thematisch ähnlichen Seiten gestaltet sich mitunter als kostspieliges Vorhaben.

Bevor man jedoch die Off-Page-Optimierung in Angriff nehmen kann, sollte der Shop bestmöglich optimiert sein. Denn niemand möchte auf einer Baustelle einkaufen gehen. Suchmaschinen bevorzugen Webseiten, bei denen Inhalte oder Angebote schnell erkennbar sind. Dieses gestaltet sich bei Online-Shops relativ schwierig, da die zugrunde liegenden Systeme kaum auf professionelle Suchmaschinen-Optimierung ausgelegt sind.

Wie bei anderen Internetpräsenzen sind auch bei Online-Shops einige grundlegende Punkte zu beachten:

1. Um den Inhalt einer Webpräsenz erfassen zu können, benötigen die Suchmaschinen ausreichend Text. Gestalten Sie Ihre Angebote so informativ und ausführlich wie möglich.

2. Zwei bis drei kennzeichnende Keywords sollten für das jeweilige Angebot ausgewählt werden. Der Text sollte diese Keywords in ausreichender Häufigkeit (2 bis 4 Prozent) beinhalten, ohne für das menschliche Auge unleserlich zu erscheinen. Eine semantische Auszeichnung – z.B. Fettdruck – einzelner Keywords im Text kann einer Suchmaschine helfen, den Inhalt der Webseite schneller zu erfassen. Bei der Verwendung von Bilder ist zu beachten, dass die Keywords im Dateinamen und im Alternativ-Text vorkommen.

3. Die Keywords sollten auch in der Überschrift, im Seitentitel und in den Meta-Daten des Angebots berücksichtigt werden, denn diese Stellen werden von den Suchmaschinen besonders gewichtet und teilweise zur Anzeige der Suchergebnisse herangezogen.

4. Die Kategorien eines Online-Shops sollten auch mit ausreichend Text versehen sein. Diese Produktübersichts-Seiten werden gern übersehen, bieten aber für Interessenten einen guten Einstiegspunkt, wenn eine Suchmaschinen die Übersichtsseiten ins Ranking aufnehmen kann (siehe Punkt 1).

5. Doppelte Inhalte sind zu vermeiden: Bei zwei oder mehreren verschiedenen Webadressen für dieselbe Seite sollte nur die thematisch passendste Adresse auf die Hauptseite des Shops verweisen. Die anderen Adressen sollten auf die Hauptadresse oder auf thematisch übereinstimmende Unterseiten (Landing-Pages) des Shops weiterleiten.

Der Aufbau eines Shops liegt üblicherweise in einer hierarchischen Baumstruktur vor: Unterhalb der Startseite folgen Rubriken mit weiteren Unterrubriken. Die Bezeichnungen dieser Rubriken bzw. Kategorien sollten mit den relevanten Keywords des Shops übereinstimmen. Die relevantesten Keywords sollten auf der Startseite verwendet werden. Ebenfalls sollte unter Berücksichtigung der Keywords ein zum Kauf ermutigender Text auf der Startseite vorhanden sein, um Besucher zu Käufern zu machen. Es sollte allerdings darauf verzichtet werden, diesen für das menschliche Auge unsichtbar zu gestalten. Diese vor einiger Zeit gängige Taktik wird von den Suchmaschinen inzwischen durchschaut und negativ beurteilt.

Erst nach Abschluss der On-Page-Optimierung macht es Sinn, das Augenmerk auf die Off-Page-Optimierung zu richten. Externe Links sollten von qualitativ hochwertigen und themennahen Websites kommen und direkt auf die Startseite oder einige wenige ausgewählte Landing-Pages des Shops verweisen. Gute Links gibt es jedoch nur für guten Content. Hilfestellung bieten hier eventuell ein eigenes Forum oder ein eigener Blog ergänzend zum Shop. Bei gut gelingender Moderation bietet sich hier eine breite Platform mit viel Content zur Gewinnung externer Links.

Quelle: SEO Ambulance

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Eine Marke als Keyword zu benutzen kann zulässig sein!

 

Um die Internetpräsenz zu steigern ist Google AdWords eine beliebte Maßnahme.

Allerdings muss der Unternehmer, bzw. Werbende darauf achten, dass er keine fremden Markenrechte verletzt.

Die Verwendung von fremden Markennamen als Keywords kann allerdings zulässig sein, wenn bestimmte Voraussetzungen eingehalten werden.

Dies entschied das BGH in einem Urteil (AZ: I ZR 125/07) vom 13.01.2011.

Nachfolgend ein Auszug:

â??Gibt ein Dritter ein mit einer Marke identisches Zeichen ohne Zustimmung des Markeninhabers einem Suchmaschinenbetreiber gegenüber als Schlüsselwort an, damit bei Eingabe des mit der Marke identischen Zeichens als Suchwort in die Suchmaschine ein absatzfördernder elektronischer Verweis (Link) zur Website des Dritten als Werbung für der Gattung nach identischer Waren oder Dienstleistungen in einem von der Trefferliste räumlich getrennten entsprechenden gekennzeichneten Werbeblog erscheint (AdWords-Werbung), liegt darin keine Benutzung der fremden Marke im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Satz 2 Buchst. a MarkenRL, § 14 Abs. 2 Nr. 1 MarkenG, wenn die Anzeige selbst weder das Zeichen noch sonst einen Hinweis auf den Markeninhaber oder auf die von diesem angebotenen Produkte enthält, der angegebene Domainname vielmehr auf eine andere betriebliche Herkunft hinweist."

Das heißt im Klartext, dass die Verwendung fremder Marken als Keywords dann erlaubt ist, wenn:

  1. Die Werbung als Werbung kenntlich ist
  2. Die Anzeige darf weder das Zeichen noch sonst einen Hinweis auf den Markeninhaber haben, noch in der verlinkten Domain auftauchen
  3. Dem Nutzer klar ist, dass der Werbende nicht identisch oder verbunden mit dem Markeninhaber ist;
  4. Es darf nicht der Eindruck erweckt werden, dass es dort gäbe die mit dem Suchbegriff gesuchten Produkte bzw. Marken gibt

 

Herzliche Grüße

Ihr TILL.DE-Team

 

Quelle: http://anwalt-im-netz.de/archiv/2011/adwords-markenrecht.html

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Markenrechte bei Google AdWords

Bisher war es so, dass Sie bei Google die Möglichkeit hatten mit einer Marke zu werben. Allerdings konnte der Markeninhaber dagegen vorgehen und dem Support von Google melden, dass Sie dazu nicht befugt sind.

Außerdem konnten Markeninhaber eine Sondererlaubnis erteilen, dass bestimmte Werbetreibende mit dieser Marke werben dürfen.

Dies ändert sich ab dem 14. September 2010. Ab diesem Zeitpunkt haben Sie die Möglichkeit ohne eine solche Sondererlaubnis mit einer Marke zu werben. Diese Entscheidung basiert auf Grundlage eines Entschlusses des Europäischen Gerichtshofes.

Somit haben Sie nun Ihre Google AdWords Werbung um neue Keywords zu erweitern und erreichen somit besser Ihre Zielgruppe.

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BVDW nimmt Google-Ads unter die Lupe

Erstmalig hat der Arbeitskreis Suchmaschinen-Marketing des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) eine Untersuchung zur Wahrnehmung von Suchergebnissen und zum Klickverhalten der Nutzer in Auftrag gegeben. Ein überraschendes Ergebnis: Die Nutzer betrachten die Suchergebnisse häufig unabhängig davon, ob es sich um bezahlte Anzeigen oder um organische Ergebnisse handelt. Die Bedeutung der Sponsored Ads ist häufig unklar. Die Nutzer orientieren sich vornehmlich an der Überschrift, and den gesuchten Keywords sowie am Text, der die Seite beschreibt. Anzeigen werden deshalb kaum gemieden.

Die größter Aufmerksamkeit bekommen Resultate im oberen, linken Bereich. Davon profitierten das erste Suchresultat – meist ein Sponsored Ad – sowie die ersten organischen Suchergebnisse. Beim zweiten Scannen der Ergebnisse werden auch die Anzeigen am rechten Bildrand beachtet.

Auch Google Maps war beliebt: „Für Unternehmen mit einem lokalen Geschäftsmodell ist es daher bereits heute unerlässlich, für eine gute Auffindbarkeit in den Google Maps zu sorgen“, so Philipp von Stülpnagel, Leiter des Arbeitskreises. „Wir sehen hier einen starken Trend in der regionalen Suche“, bestätigt Reza Malek, der zweite AK-Leiter. Er verweist zudem auf die Unabhängigkeit der Studie, die ohne finanzielle Unterstützung durch die Suchdienste auskam.

Quelle: http://www.emar.de/emar/news/artikel/2008/11/54816/index.html

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