Wurde der Google-Zoo doch erst kürzlich um ein weiteres kleines Mitglied der Panda-Familie erweitert, hielt kaum ein Woche später eine neue Tierart Einzug in den von artgerechter Haltung geprägten Tierpark: Der Pinguin!

Dieses Algorithmus-Update wurde schon vor einige Wochen von Matt Cutts angekündigt und Ende April – laut Mr. Cutts – vollständig ausgerollt. Ins Visier genommen werden diesesmal vor allem überoptimierte Seiten, die an Webspam grenzende Optimierungsmaßnahmen wie. z.B. übermäßige Nennung von Keywords oder Linkkauf, durchgeführt haben. Website-Betreiber und auch Blog-Betreiber sollten Ihre Seiten, Beiträge und Kommentare überprüfen: Allzugern werden Blogkommentare mit Keywords im Posternamen oder übermäßiger Nennung von Keywords im Text vorgenommen. Blogs mit entsprechenden Kommentaren unter ihren Einträgen werden durch den Pinguin erkannt und rutschen in den Suchergebnissen in den hinteren Teil.

Wen betrifft das?

In Deutschland sollen lediglich 3% aller Suchanfragen betroffen sein. Diese Zahl klingt sehr gering, durch den direkten Bezug auf Keywords im sichtbaren Bereich werden aber einige Seiten im oberen Teil der Suchergebnisse betroffen sein.

Was kann man unternehmen?

Zu aller erst sollte man darauf achten, eine Überoptimierung zu vermeiden. Es existieren SEO-Richtlinien zur Verwendung und Verteilung von Keywords, mit denen man sich auf der sicheren Seite befindet. Als Blog-Betreiber sollte man die Moderationsfunktion der Blog-Beiträge benutzen, um Kommentare mit Keyword-Stuffing manuell auszufiltern, damit diese erst gar nicht im Blog auftauchen.
Linkkauf im großen Stil sollte vermieden werden. Wenn in kurzer Zeit sehr viele Links zu einer Website oder einem Blog im Internet auftauchen, vermutet der Google-Algorithmus einen groß angelegten Linkkauf im Hintergrund und straft die entsprechende Webpräsenz ab.

Wie verhindert man Abstrafungen durch zukünftige Suchalgorithmus-Updates?

Der Content sollte an erster Stelle stehen. Webseiten mit gutem Inhalt werden von den Suchmaschinen bevorzugt, wenn kein anderweitiger Verstoß gegen die Google Webmaster-Richtlinien vorliegt.
Der Linkaufbau sollte natürlich aussehen, und nicht ausschließlich über Webkataloge stattfinden. Auch Bewertungsportale und Social Media gehören zu den wichtigen Marketinginstrumenten, mit denen Sie Ihre Webpräsenz bekanntmachen sollten. Aktuelle Produktangebote über Facebook & Co. zu verbreiten, ist heutzutage effektiver als die gute alte Postwurf-Sendung und verstärkt die Kundenbindung.

Fazit

Wer guten Inhalt bietet und sich an die Richtlinien für Webmaster hält, wer guten Inhalt der Website auch für Social Media benutzt und nebenbei den Webseitenbetrachter als Bezugspunkt für Änderungen an Design und Inhalt der Website heranzieht, wird auch in Zukunft den Google-Zoo als interessierter Besucher betrachten können und nicht im Futternapf von Panda, Pinguin & Co. landen.